Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 16.04.2020

Sitzungsprotokoll

1.Ersatzbeschaffung einer Tragkraftspritze für die FW Steppach

Der Gemeinderat hat den Sachverhalt zur defekten Tragkraftspritze TS 8/8 zur Kenntnis genommen und beschlossen, eine Ersatzbeschaffung durch eine neue Tragkraftspritze PFPN 10-1000 auf den Weg zu bringen. Die Kosten werden bei ca. 16.000 € liegen. Die Verwaltung wurde beauftragt, bei der Regierung von Oberfranken einen Zuwendungsantrag zu stellen und nach Genehmigung die Ausschreibung in die Wege zu leiten.

  1. Vergabe der holzschutztechnischen Sanierung des Feuerwehrhauses Sambach (Bekämpfungsmaßnahmen gegen holzzerstörerische Insekten an tragenden Bauteilen)

Der Gemeinderat hat Kenntnis zu dem holzzerstörerischer Insektenbefall an den tragenden Holzbauteilen im Gebälk des Feuerwehrhauses in Sambach genommen. Um weitere Schäden schnell abwenden zu können wurde das Angebot der Firma Parisek, saniert GmbH & Co KG, Bamberger Str. 2, 96194 Walsdorf angenommen und eine thermische Holzschädlingsbekämpfung zum Angebotspreis von 5.390,70 € in Auftrag gegeben.

  1. Rückblick auf die Amtsperiode 2014 - 2020

Bürgermeister Beck hielt nach seiner 36 Jahre-währenden kommunalpolitischen Tätigkeit, davon 12 Jahre als Gemeinderatsmitglied und 24 Jahre als erster Bürgermeister der Gemeinde Pommersfelden einen bewegenden Rückblick über die Vielzahl der während dieser Zeit erreichten Projekte.

 

Rückblick und Abschlussrede des ausscheidenden Bürgermeisters Hans Beck

Große Herausforderungen waren die Schulreform, die Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen. Das Großprojekt die Versorgung unserer Bevölkerung mit Trinkwasser und mit schnellem Internet durch Ausbau der Breitbandversorgung mit Glasfaser.  

Ein großer Wunsch der Bürgerschaft war einer Sporthalle für alle Generationen. Diesen Traum konnten wir nach der Sanierung der Pommersfeldner Schule umsetzen. Bei allen Wünschen durften wir nicht unsere Finanzen aus den Augen verlieren. Aus diesem Aspekt suchte ich auch ungewöhnliche Wege Wünsche zu verwirklichen. Hier denke ich an unsere zwei ersteigerten Feuerwehrautos.

Ja, wie alle unsere Feuerwehren, waren und sind unsere Vereine immer in meinem Fokus gewesen. Es lag mir als Vereinsmensch immer daran, dass es unseren Vereinen und Verbänden gut geht.

Gut arbeiten lässt es sich nun auch in unserem sanierten und neugebauten Rathaus.

Oft wurde ich gefragt, was mein Ansporn in all den Jahren war, immer wieder Neues anzupacken und umzusetzen. Ich kann das leicht beantworten:

Die vielen netten Männer und Frauen, unsere Kinder und Jugendliche waren ein Grund und ein weiterer das Motto, das ich in all den Jahren verfolgte.

 Alle unsere 10 Ortsteile versuchte ich so gut es geht gleich zu setzen. Dass dies eine der schwierigsten Herausforderung war, muss ich gestehen, hoffe aber dass dies gelungen ist.

Am Ende einer Amtszeit fragt man sich, was gut und richtig war und Bestand haben wird.  

Was man geleistet hat oder auch mal was man sich geleistet hat.

Was gut gelaufen ist und was man hätte besser machen können. Das meiste ist aus meiner Sicht gut gelaufen und war nur möglich, weil so viele Kräfte zusammengewirkt haben.

Daher möchte ich heute auch Danke sagen,

Danke – an meine beiden Stellvertreter Helmut Schleicher und Edgar Frischmann für die Unterstützung und das gute und faire Miteinander.

Danke – euch Gemeinderätinnen und Gemeinderäten stellvertretend für alle in den 24 Jahren, für das gute und konstruktive miteinander. Durch die Diskussionen und Beschlüsse haben wir vieles geschafft.

Danke - allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rathaus und im Bauhof, ihr seid ein gutes und wertvolles Team. Danke allen in der Raumpflege, den Amtsboten, den Feldgeschworenen, eure Arbeit ist wichtig. Danke Ihnen Herr Glinka für die gute und loyale Mit- und Zusammenarbeit. Euch allen habe ich viel zu verdanken, denn ein Chef ist nur viel erreichen, wenn die Mannschaft passt.

Danke – den vielen Bürgermeisterkolleginnen und Kollegen, unserem Landräten in meiner Zeit, den Abgeordneten und den vielen Männern und Frauen in den Ämtern und Verbänden für die Unterstützung und das gute Miteinander.

Danke - den Erzieherinnen und Erziehern in unseren Kindertagesstätten, den Lehrerinnen und Lehrern unserer Schule für die tolle und nicht immer leichte pädagogische Arbeit

Danke - den Firmen, die in unserer Gemeinde ansässig sind oder sich in meiner Zeit hier niedergelassen haben, für die Erhaltung und Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen

Danke - den vielen Vereinen für ihre beeindruckende ehrenamtliche Arbeit - den Hilfseinrichtungen und Verbänden, die sich in unserer Gemeinde Tag und Nacht das ganze Jahr über um unsere Sicherheit und um das Gemeinwohl kümmern

Danke - der Pfarrerin und den Pfarrern unserer Kirchen und all denen, die mit mir und der Gemeinde so engagiert und vertrauensvoll zusammengearbeitet haben. Wir haben so tolle Aktionen verwirklicht.

Danke - den Bürgerinnen und Bürgern unserer Gemeinde, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben, gerne habe ich für sie meinen Dienst erfüllt und mit bestem Wissen und Gewissen unsere Gemeinde vorangebracht.  Es hat mich sehr geehrt, dass Sie mir dieses Amt anvertraut haben.

Danke – den Frauen und Männern, denen ihre Gemeinde wichtig ist. Besonders denjenigen die sich gerade vor kurzem bereit erklärten haben bei der Kommunalwahl zu kandidieren. Kandidieren bedeutet sich bereit erklären mitzumachen, mitzuwirken, einzusteigen, teilzunehmen, zusammenarbeiten, beizustehen, ja es bedeutet dazuzugehören. Kommunalpolitik bedeutet demokratisch miteinander das Zusammenleben zu gestalten. Ich freue mich auch, dass die Frauenquote sich erhöht hat und dass die Altersmischung passt. Ich wünsche euch von ganzem Herzen viel Harmonie und Erfolg bei eurem nicht immer leichten Amt.

Besonders Danke ich allen, die mir immer freundschaftlich mit Rat und Tat zur Seite standen.

Zuletzt danke ich meiner Familie für die Unterstützung, die mein Amt mit mir gelebt und ertragen hat.

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

am Ende einer Amtszeit und am Ende einer Rede gilt es, Resümee zu ziehen. Die 24 Jahre Bürgermeisterzeit waren interessant, aufregend, vielfältig und haben mir sehr viel Freude bereitet, sie waren aber auch strapaziös und Kräfte zehrend. Sie waren aber auch, und hier bitte ich um Verständnis für eine gewisse Unbescheidenheit, nicht ganz erfolglos. Deshalb trete ich guten Gewissens ab, auch deshalb, weil ich mir absolut sicher bin, dass unsere Gemeinde mit meinem Nachfolger Gerd Dallner auch weiterhin in guten Händen ist und ich darauf vertrauen kann, dass er die von mir angestoßenen Projekte mit dem gleichen Engagement und dem gleichen Gestaltungswillen wie ich voranbringt.

Insbesondere das von mir auf den Weg gebrachte Förderprogramm „Städtebauförderung ISEK“ bietet dir, lieber Gerd eine tolle Perspektive für die nächsten Jahre, um in engem Dialog mit dem Gemeinderat und der Bürgerschaft an vielen Stellen Orte neu zu gestalten, eine Aufgabe, um die ich dich fast ein bisschen beneide. Und für die ich dir eine glückliche Hand wünsche. Gerne hätte ich den Verkauf des Gewerbegebiets noch unterzeichnet, denn hierin sehe ich einen großen Schritt der Weiterentwicklung unserer Gemeinde.

Auch hätte ich noch gerne den Haushalt 2020 im Entwurf auf den Weg gebracht. Ich kann aber verraten, dass wir im Moment einen Kassenstand weitergeben, der ein Plus auf weißt.

Dem neuen Gremium wünsche ich Glück und Erfolg bei der Bewältigung der anstehenden Projekte und schwierigen Aufgaben. Uns allen wünsche ich, dass es weiter vorwärts geht und Pommersfelden eine lebens- und liebenswerte Gemeinde bleibt und die Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin couragiert und engagiert zum Wohl der Gemeinde zusammenstehen.

Nur gemeinsam lässt sich etwas bewegen, ein Resümee, mit dem ich mich mit den besten Wünschen für Sie und allen Bürgerinnen und Bürgern als Bürgermeister verabschiede. Bleiben Sie alle gesund. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und die öffentliche Sitzung ist nun geschlossen.

 

  

 

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